Informationen über Trockenhauben

Eine Trockenhaube ist, wie ein Föhn, ein elektrisches Heißluftgerät zum Trocknen der Haare. Im Gegensatz zum Föhn, kommt die Heißluft allerdings aus vielen kleinen Löchern der Haube.

Tägliche Haarwäsche und Föhnen strapaziert unser Haar. Das menschliche Haar ist jedoch sehr empfindlich und benötigt eine schonende Behandlung. Jeder möchte gesundes und gut-aussehendes Haar, doch kaum jemand hat es von Natur aus. Es muss etwas dafür getan werden, dass das Haar schön und gesund bleibt oder wird. Ein Föhn arbeitet mit zu großer Hitze. Man hat während der Benutzung die Hände nicht frei und der Luftstrom verformt die Haare so stark, dass man sie anschließend nicht leicht wieder in Form bekommt. Hier kommen Trockenhauben zum Einsatz. Sie sind wesentlich schonender zum Haar und auch zur Kopfhaut. Die Frisur, wie beispielsweise Locken, wir nicht durch den Luftstrom verunstaltet, da die Luft gleichmäßig aus vielen kleinen Löchern mit viel weniger Druck und Hitze strömt. Außerdem hat man die Hände während der Trocknung frei und kann somit gleichzeitig andere Dinge erledigen. Eine Trockenhaube arbeitet mit viel weniger Hitze als ein Föhn, das schont die Haare enorm und ist besonders wichtig, wenn der Alltag unsere Haare zu sehr belastet. Preislich bewegen sich Trockenhauben zurzeit im Rahmen von 40 bis 65 Euro, je nach Hersteller, Merkmalen und gewünschter Qualität.

Aussehen und Funktionsweise


Eine Trockenhaube sieht aus wie eine altmodische Haube oder Kapuze. Sie wird auf den Kopf gesetzt und umfasst ihn. Das Gesicht bleibt dabei frei. Während beim einem Föhn die warme oder heiße Luft aus einem gerichteten Strahl kommt, strömt bei einer Trockenhaube gleichmäßig warme Luft aus vielen kleinen Düsen. Die Düsen sind viele kleine Löcher in der Innenseite der Haube. Sie sind durch Luftkanäle und Hohlräume in der Haube mit dem elektrischen Gerät verbunden, welches die warme Luft produziert. Das Haar trocknet auf diese Weise zwar langsamer, jedoch schonender, gleichmäßiger und erhält die Frisur, deshalb besonders geeignet für voluminöse Haare wie beispielsweise Locken oder Dreadlocks. Obwohl der Trockenvorgang länger dauert, geht keine Zeit verloren, da man schließlich beide Hände frei hat und somit gleichzeitig andere alltägliche Dinge erledigen kann, wie zum Beispiel Lesen, E-Mails schreiben, Schminken oder Zähne-putzen.

Geschichte


Ende des 19. Jahrhunderts gab es in französischen Haarstudios erste Vorläufer von Haartrocknern. 1899 brachte die Firma AEG den ersten Föhn auf den Markt. Die Patentierung des Begriffs "Foen" und die Warenzeicheneintragung (auf englisch: registered trademark) erfolgte im Jahr 1908 durch die Firma Sanitas, die erst 49 Jahre später zu AEG gehörte. Der erste Föhn war ungefähr zwei Kilogramm schwer und damit nicht gerade handlich oder für Reisen geeignet. Erst 1958 wurde das Gewicht auf 800 Gramm reduziert, als AEG den ersten Föhn unter Patentnutzung herstellte. In den 70er Jahren wurde der Föhn durch einen Spannungsumschalter (220 Volt / 110 Volt) für Reisen nutzbar. Ebenfalls in diesem Jahrzehnt kamen die ersten praktischen Trockenhauben auf den Markt. In den Folgejahren wurden die Geräte weiterentwickelt, sie wurden leichter und erhielten nützliche Zusatzfunktionen. Die Angebotspalette reichte vom handlichen Kompaktmodell bis hin zum leistungsstarken Profimodell. Bis heute hört die technische Weiterentwicklung nicht auf.

Wissenswert und etwas skurril


Nach neuer deutscher Rechtschreibung heißt es übrigens Föhn mit "h". Die Schreibweise ohne den Buchstaben "h" wird verwendet, wenn das eingetragene Warenzeichen gemeint ist.

Das folgende Video zeigt einen 5-minütigen Erfahrungsbericht einer glücklichen Anwenderin mit Dreadlocks.